Hauptmenü

Downloadbereich

33:16! HSV trumpft im Derby mächtig auf

Handball-Verbandsliga Nach nur 24 Minuten ist das Duell mit der HG Elm bereits vorentschieden.

Von Jörg Kleinert
Klare Sache im Derby: Auf der einen Seite trieb HSV-Torwart Christian Rüger (kl. Bild links) die Schützen der HG Elm zur Verzweiflung, am anderen Ende des Feldes machte Tim Gronde (gr. Bild, am Ball) ein überragendes Spiel. Einziger Wermutstropfen für den HSV war die Verletzung, die sich Marcel Frühauf (kl. Bild rechts) zuzog. <b>Fotos (3): Sebastian Priebe</b> regios24
Warberg Erstaunlich! Die 16:33 (8:16)-Abfuhr seiner Mannschaft im Derby beim HSV Warberg/Lelm stand seit zwei Minuten fest, da setzte Daniel Reckel, Trainer des Handball-Verbandsligisten HG Elm, noch auf dem Parkett der Süpplinger Nord-Elm-Halle zur Analyse an. Und die saß. „Bei uns fehlte die letzte Bissigkeit, so kann man nicht in ein Derby gehen. Für uns ist das Ergebnis ernüchternd.“ Warbergs Trainer Niklas Wosnitza dagegen frohlockte: „Der Plan ist aufgegangen. Unsere Deckung stand, unser Tempospiel klappte.“

Die Kräfteverhältnisse in diesem Nachbarschaftsduell waren früh geklärt. Oberliga-Anwärter Warberg/Lelm diktierte das Tempo, die weiter vom Abstieg bedrohten HG-Handballer haderten mit ihren Problemen im Umgang mit dem Ball und ihren Schwächen beim Torabschluss. HSV-Keeper Christian Rüger zog sämtlichen Elm-Schützen schon in der Anfangsviertelstunde mit seinen Paraden den Zahn. „Christian hat sich in den Köpfen meiner Spieler festgesetzt“, sagte HG-Coach Reckel. Das ließ sich am Spielstand ablesen: Warberg lag nach zwölf Minuten mit 7:2 vorne – die Körpersprache der HG-Spieler ließ nichts Gutes erahnen. Reckel nahm folgerichtig seine erste Auszeit.

BZ 20220422 1
Klare Sache im Derby: Auf der einen Seite trieb HSV-Torwart Christian Rüger (kl. Bild links) die Schützen der HG Elm zur Verzweiflung, am anderen Ende des Feldes machte Tim Gronde (gr. Bild, am Ball) ein überragendes Spiel. Einziger Wermutstropfen für den HSV war die Verletzung, die sich Marcel Frühauf (kl. Bild rechts) zuzog. Fotos (3): Sebastian Priebe regios24

Seine Worte verpufften aber. Der HSV blieb dominant, Tim Gronde glänzte im Rückraum als Strippenzieher und Torjäger. Die HG-Abwehr bekam ihn nicht in den Griff. „Überragend“ fand Wosnitza den Auftritt seines neunfachen Torschützen. Nach 24 Minuten stand es 14:6 – das Derby war vorentschieden.

Der schwache Eindruck, den die HG in Halbzeit 1 hinterlassen hatte, festigte sich nach dem Seitenwechsel. Sie verteilte reichlich Gastgeschenke. Zuspiele landeten im Seitenaus, auf den Füßen der Mitspieler oder in den Armen der Warberger Abwehrspieler. Die Hausherren liefen Konter – am Ende waren es 13 erfolgreiche – und schraubten ihren Vorsprung in die Höhe. Sogar der Kempa-Trick klappte: Jonte Walther bediente von der Rechtsaußenposition den im Zentrum lauernden Tim Gronde, der zum 24:11 (47.) ins leere Tor traf. Zu diesem Zeitpunkt schaute sich HG-Spieler Lars Albrecht das Derby nur noch aus dem Kabinengang an, nachdem er Warbergs Ole Hotopp beim Torwurf in den Arm gegriffen hatte und die Schiedsrichter die rote Karte gezückt hatten (40.).

In den letzten 15 Minuten setzte Warbergs Coach Wosnitza die personelle Rotation in Gang. Baldur Lampe ersetzte Routinier Rüger zwischen den Pfosten. Lampe sammelte sofort Pluspunkte. Elm-Kreisläufer Philipp Nabel scheiterte beim einzigen Tempogegenstoß seiner Mannschaft am HSV-Keeper. Ärgerlich für Warberg: Marcel Frühauf war zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Kreisläufer hatte sich in der 42. Minute eine Verletzung zugezogen. Am Donnerstag gab er dann die bittere Diagnose weiter: „Alle Syndesmosebänder sind durch und das rechte Wadenbein ist gebrochen.“ Damit ist für ihn die Saison vorzeitig beendet.

Elm-Coach Reckel, der wegen des deutlichen Rückstandes in den Schlussminuten sichtlich angefressen noch eine Auszeit nahm („Ich habe an die Ehre meiner Spieler appelliert“), nimmt sein Team in die Pflicht. Die HG trifft am Samstag (17 Uhr, Landkreisssporthalle Schöppenstedt) auf die HSG Oha. „Ich erwarte eine erkennbare Reaktion meiner Mannschaft.“ Der HSV empfängt am Samstag in Süpplingen (20 Uhr) die Drittliga-Reserve von Eintracht Hildesheim. Wosnitza fordert: „Wir müssen die Euphorie des Derbysiegs mitnehmen.“

HSV: Rüger, Lampe – Hotopp 1, Jonas Gronde 5, Liebing 6, Kramer 1, Feig 3, Tim Gronde 9, Frühauf 1, Kühne 1, Gode, Rosigkeit 1, Walther 5.

HG: Winning, Rokitta – Gerloff 1, Bahr 1, Nabel, Tirna 4, Kai Vahldiek, Liebelt, Albrecht, Steinke 4, Fock 3, Pfützenreuter 2, Deupert 1.

Quelle: Braunschweiger Zeitung 22.04.2022

Wir benutzen Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung