44:39: HG Elm stürzt Tabellenführer
Handball-Verbandsliga: Schöppenstedter gewinnen Offensiv-Schlacht. …
Bastian Lüpke
Schöppenstedt/Groß Lafferde … Die HG Elm setzte sich vor heimischem Publikum gegen den als Ligaprimus in den Spieltag gegangenen HV Lüneburg durch, der zuvor nur gegen Groß Lafferde verloren hatte.
HG Elm – HV Lüneburg 44:39 (17:16). Dabei lieferten sich die Schöppenstedter eine Offensivschlacht mit den Hansestädtern. Die Gäste starteten mit einem Lauf in die Partie, führten schnell mit vier, dann sogar mit fünf Toren Vorsprung (5:10/13. Minute), als HG-Coach Enrico Sonntag seine erste Auszeit nahm. „Die haben sich vor dem Spiel richtig heiß gemacht. Das ist eine richtig gute Mannschaft, die zurecht da oben steht. Als die Lüneburger davon gezogen waren, hatte ich erstmal kein gutes Gefühl“, erklärte Sonntag, der seine Spieler in der Auszeit noch mal darauf hingewiesen habe, ruhig zu bleiben und in der Abwehr stabil zu stehen.
Die Ansprache zeigte ihre erhoffte Wirkung: Die Gastgeber legten ihrerseits einen 6:1-Lauf hin, glichen aus und gingen vor der Pause sogar noch in Führung. In der zweiten Halbzeit war es dann „ein Kampf mit offenem Visier“, erklärte Sonntag. Der Trainer betonte: „Wir wussten, dass Lüneburg immer viele Tore macht, aber auch viele kassiert. Es ist wichtig, bis zum Schluss dran zu bleiben.“
Das setzten die Elm-Handballer um, verwandelten weiterhin konzentriert ihre Abschlüsse und hielten dem sehr schnellen Tempo-Spiel des Gegners stand. „Die haben voll auf Konter gesetzt, am Ende aber zwei, drei Fehler zu viel gemacht“, befand der HG-Coach. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete auch Niklas Müller, der zweite Torwart der Schöppenstedter, den Sonntag in der zweiten Halbzeit für seinen Stammkeeper Florian Meyer einwechselte. „Wir mussten ihm mal eine Pause gönnen. Niklas hat das überragend gemacht und hat da noch fünf, sechs Dinger rausgeholt“, lobte der Coach seinen Torwart.
13 Tore gingen allein auf sein Konto: Jan-Hendrik Vahldiek (am Ball) und die HG Elm stürzten den Spitzenreiter Lüneburg (weiß-blaue Trikots) mit einem 44:39 Erfolg Sebastian Bisch regios24
Die eigenen Treffer und die vereitelten Versuche der Lüneburger reichten für die HG aus, um sich am Ende sogar ein wenig abzusetzen. „Es war eine sehr geile Schlacht zwischen den beiden Mannschaften und richtig Werbung für unseren Handball. Es hat Spaß gemacht“, sagte Sonntag. Den Zuschauern wurde jedenfalls ordentlich etwas geboten. „Es zeigt sich, dass – Groß Lafferde mal ausgenommen – in dieser Liga jeder jeden schlagen kann“, befand Sonntag.
Helmstedter Nachrichten vom 25.11.2025
Verbandsligist verliert trotz 39 erzielter Tore
Handballer des HV Lüneburg erleben kuriosen und gebrauchten Tag
Die HVL-Männer erzielen in der Handball-Verbandsliga 39 Tore und verlieren dennoch bei der HG Elm mit 39:44. Alles, was schiefgehen kann, geht schief, berichtet Niklas Tran. Der Torhüter ordnet die Partie ein.
Schöppenstedt/Lüneburg. Wer in einem Handballspiel 39 Tore wirft, der gewinnt normalerweise die Partie. Einen alles andere als normalen Tag erwischten die Verbandsliga-Männer des HV Lüneburg. Sie verloren bei der HG Elm 39:44 (16:17) und kassierten damit die zweite Saisonniederlage.
Ein kurioses Spiel - auch aus Sicht eines Torhüters. „Alles, was an diesem Tag gegen uns hätte laufen können, ist gegen uns gelaufen“, sagt Niklas Tran, Torhüter und Co-Kapitän des HV Lüneburg. Tran stand im Spiel bei der HG Elm ebenso auf dem Feld wie seine Torhüter-Kollegen Hanno Petersen und Luca Russek.
„Alles, was an diesem Tag gegen uns hätte laufen können, ist gegen uns gelaufen.“ Niklas Tran Torhüter
„Alle 50/50-Entscheidungen der Schiedsrichter waren gegen uns, wir haben viele Kullerbälle und krumme Tore kassiert. Bälle, die wir Torhüter an normalen Tagen halten würden. Wir hatten auch keinen richtigen Zugriff. Im Angriff haben wir oft den Pfosten getroffen. Das war einfach unglücklich“, erzählt Niklas Tran. Der rutschige Boden tat sein übriges dazu: „Es war schon sehr rutschig. Aber darauf will ich es nicht schieben. Es war war kein gutes Spiel von uns.“
Landeszeitung vom 25.11.2025