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HG Elm schockt Kreisrivalen Warberg/Lelm

Handball-Verbandsliga Schöninger gewinnen Wiederholungsspiel 34:28. Ein A-Jugendlicher trumpft auf.

Von Jens Semmer
Schöningen/Warberg „Wir haben uns gewissermaßen die Punkte zurückgeholt“, freute sich Trainer Daniel Reckel nach dem emotionsgeladenen Derby gegen den HSV Warberg/Lelm in der Handball-Verbandsliga. Seine HG Elm hatte das Heimspiel gegen den Kreisrivalen im November mit 26:25 gewonnen, dieses wurde aber nach einem Einspruch des HSV annulliert und neu angesetzt. Nun gewannen die Elm-Handballer auch das Wiederholungsspiel – mit 34:28 (20:13).

Entscheidende Faktoren für den Erfolg der abstiegsgefährdeten Gastgeber über den Aufstiegsaspiranten waren eine, so Reckel, „überragende erste Halbzeit“ und das Abwehrverhalten seiner Mannschaft. „Auch in der Rückwärtsbewegung haben wir hervorragend agiert und fast kein Tempo-Tor des HSV zugelassen“, merkte Reckel erfreut an. Genau das hatte ganz maßgeblich zur derben 16:33-Niederlage seines Teams beim HSV im April beigetragen. Diesmal boten die Elm-Handballer dem Kreisrivalen indes kaum etwas an, sondern rissen sofort die Spielkontrolle an sich und erspielten sich bis zur 13. Minute bereits einen Fünf-Tore-Vorsprung (7:2).

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Für seinen couragierten Auftritt, gekrönt durch fünf Treffer, erntete Youngster Gerrit Gerloff (Mitte) ein Sonderlob von Elm-Trainer Daniel Reckel. Fotos (3): Sebastian Priebe regios24

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Als der HSV in der voll besetzten Schöppenstedter Halle (kl. Foto) auf 21:25 verkürzt hatte, parierte HG-Torwart Dennis Rokitta einen Siebenmeter – womöglich eine Schlüsselszene. 

Zwar verkürzten die Warberger den Rückstand in der Folge mehrfach auf drei Treffer, insgesamt „haben wir in der ersten Halbzeit aber zu viele Fahrkarten gezogen“, zeigte Niklas Wosnitza eines der Defizite seines HSV auf. „Und wir haben die HG ins Spiel kommen lassen. Dass sie bis zur Pause 20 Tore erzielt hat, war schon ein Statement.“ Zudem habe sich seine Mannschaft mit den Bedingungen schwergetan. In der rappelvollen Halle am Elm-Asse-Platz in Schöppenstedt herrschte eine Temperatur von etwa 35 Grad. „Aber damit hatten beide Teams zu kämpfen“, ließ Wosnitza dies jedoch nicht als Ausrede gelten.

Der HSV zeigte eingangs der zweiten Halbzeit den deutlichen Willen, noch etwas Zählbares zu holen und verkürzte auf 18:22 (37.). „In den entscheidenden Momenten waren wir aber nicht da“, stellte der Trainer des Tabellendritten fest. „Und leider haben wir es nicht geschafft, kühlen Kopf zu bewahren, und es uns durch Zeitstrafen selbst schwer gemacht.“

In Minute 46 traf Jonas Gronde zum 21:25, dann parierte Dennis Rokitta im HG-Tor einen Siebenmeter von Tim Gronde – ein möglicher Knackpunkt, denn der HSV habe dann „gemerkt, dass er irgendwie nicht so richtig rankommt“, sagte Elm-Coach Reckel. Bei den Gästen wuchs der Frust. In den letzten 13 Minuten kassierten sie vier Zwei-Minuten-Strafen – und das kräftezehrende Unterzahlspiel in der hitzigen Halle forderte seinen Tribut.

Die Gastgeber brachten den Sieg mit einer starken Mannschaftsleistung ins Ziel – und mit einem begeisternden Youngster. Gerrit Gerloff erzielte fünf Treffer und verdiente sich ein Sonderlob seines Trainers. „Er hat ein super Spiel gemacht. Als A-Jugendlicher muss man erst mal die Traute haben, sich die Würfe auch zu nehmen.“

HG Elm: Winning, Rokitta – Gerloff 5, Bahr 8, Nabel 1, Kai Vahldiek, Jan-Hendrik Vahldiek 8, Steinke 8, Fock, Schoel, Pfützenreuter 3, Deupert 1.

HSV Warberg/Lelm: Rüger, Lampe – Schöttke, Hotopp 2, Jonas Gronde 8, Liebing 4, Kramer 1, Feig 1, Tim Gronde 6, Kreickenbom, Gode 1, Kühne 2, Rosigkeit, Walther 3.

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